Was ist Retinol eigentlich?
Retinol ist eine Form von Vitamin A und gehört zur Gruppe der Retinoide. Es ist einer der wenigen Wirkstoffe, dessen Anti-Aging-Wirkung durch jahrzehntelange wissenschaftliche Forschung eindeutig belegt ist. Retinol beschleunigt die Zellerneuerung, stimuliert die Kollagenproduktion und verhindert den Abbau von vorhandenem Kollagen.
Das Ergebnis bei regelmäßiger Anwendung: weniger feine Linien, gleichmäßigeres Hautbild, kleinere Poren und eine insgesamt straffere, jugendlichere Haut.
Die Retinoid-Familie
Retinyl Palmitat (schwächste Form)
Sehr sanft, ideal für absolute Einsteiger und empfindliche Haut. Muss von der Haut in mehreren Schritten umgewandelt werden — deshalb langsamere aber schonendere Wirkung.
Retinol (Standard)
Der Klassiker für OTC-Produkte (ohne Rezept). Konzentration 0,025% bis 1%. Einstieg mit 0,025–0,05% empfohlen. Wird zu Retinsäure umgewandelt.
Retinsäure / Tretinoin (stärkste Form)
Verschreibungspflichtig in Deutschland. Wirkt direkt ohne Umwandlung — deutlich effektiver aber auch reizintensiver. Nur unter dermatologischer Aufsicht.
Wie fängt man richtig an?
Der häufigste Fehler: zu hoch einsteigen oder zu häufig anwenden. Die Haut braucht Zeit sich anzupassen. Das sogenannte Retinol-Uglies Stadium — trockene, schuppige, gerötete Haut — ist normal in den ersten Wochen und kein Zeichen dass das Produkt nicht passt.
Empfohlener Einstiegsplan: Woche 1–2: 1x pro Woche abends. Woche 3–4: 2x pro Woche. Ab Monat 2: jeden zweiten Abend. Erst wenn die Haut sich vollständig angepasst hat, täglich anwenden.
Mit welchen Wirkstoffen kombinieren?
Gut kombinierbar: Niacinamid (beruhigt die Haut), Hyaluronsäure (gibt Feuchtigkeit), Ceramide (stärkt die Barriere). Nicht kombinieren: AHA/BHA am selben Abend — das ist zu viel für die Haut. Vitamin C morgens, Retinol abends.
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