Was bedeutet „Clean Beauty"?
Der Begriff ist nicht gesetzlich geschützt — das ist das Problem. Während Bio-Lebensmittel streng zertifiziert werden müssen, kann jede Kosmetikmarke ihre Produkte als „clean" bezeichnen ohne nachweisen zu müssen was das bedeutet. Manche meinen damit frei von bestimmten Chemikalien, andere meinen natürliche Inhaltsstoffe, wieder andere meinen nachhaltige Verpackung.
Was Clean Beauty tatsächlich verspricht
Im Kern geht es bei seriösen Clean Beauty Marken um drei Aspekte: Transparenz (vollständige Inhaltsstofflisten ohne Versteckspiel), Sicherheit (Verzicht auf potenziell problematische Inhaltsstoffe) und Nachhaltigkeit (umweltfreundliche Verpackung, ethische Beschaffung).
Inhaltsstoffe die Clean Beauty Marken typischerweise meiden
Parabene
Konservierungsstoffe die in Verdacht stehen hormonell wirksam zu sein. Wissenschaftlich umstritten, aber viele Marken verzichten freiwillig darauf.
Synthetische Duftstoffe
Häufigster Auslöser für Kontaktallergien. „Parfum" auf der INCI-Liste kann hunderte verschiedene Chemikalien verbergen.
Mineralöle (Petrolatum)
Günstige Füllstoffe aus der Petrochemie. Nicht gefährlich, aber ökologisch problematisch und oft ein Zeichen für mindere Produktqualität.
Worauf du achten solltest
Zertifizierungen wie COSMOS Organic, NATRUE oder das EU Ecolabel sind verlässlicher als Marketing-Claims. Kurze, verständliche INCI-Listen sind ein gutes Zeichen.
Clean Beauty vs. Wirksamkeit
Ehrliche Einschätzung: Nicht alle Clean Beauty Produkte sind automatisch besser oder wirksamer. Viele bewährte Wirkstoffe wie Retinol oder Salicylsäure sind synthetisch hergestellt und trotzdem wissenschaftlich solide belegt. Clean Beauty und Wirksamkeit schließen sich nicht aus — aber der Begriff allein ist noch kein Qualitätsmerkmal.
Paula Sense hat eine eigene Clean Beauty Kategorie — gefiltert nach Zertifizierungen und Inhaltsstoffen aus Douglas, Notino & mehr.
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